Angeleintes Wildkatzenkind

Ein Wildkatzenkind zieht an der Leine durch den Park, während Wölfe zwischen den dunklen Stämmen warten. Über einem Abgrund halte ich es fest, nur ein Büschel Gras über uns, der Fels bröckelt.

In einem weitläufigen Park, wo hohe Bäume beide Ufer eines Kanals säumen, gehe ich in der Dämmerung mit meinem Partner und dem Wildkatzenkind entlang. Das Tier drängt vorwärts, unabhängig, getragen von dem Gefühl eines Aufbruchs. Trotzdem halte ich die Leine fest. Zwischen den dunkler werdenden Stämmen tauchen Tiere auf, Nasen erhoben. Augenpaare von Wölfen spähen aus dem Unterholz. Einer steht am gegenüberliegenden Ufer.

Eine hell getigerte Raubkatze tritt hervor, erreicht die Sandbrücke. Ihren Atem im Nacken. Das Wildkatzenkind schwer in meinen Armen. Der Begleiter hält sie zurück, bis ich mich durch die Sperrstreben zwänge.

Ein Abgrund klafft. Ich springe blind. Wir landen auf einem porösen Vorsprung unter der Kante. Über uns ein Büschel Gras. Kaum Halt über der Tiefe. Die Jägerin zieht sich zurück. Der Abgrund bleibt.

Später sitzt das Wildkatzenkind in einem Amt, mit flackernden Augen, kümmert sich um meinen Ausweis. Am Ende ein kleines Restaurant an der Straße. Unsere Körper sind gewachsen, die Portionen zu klein geworden.