6.3. Zwischen Biotop und Stadt

Zwischen Blickachsen und inneren Karten 6.3. Zwischen Biotop und Stadt Mein erster Arbeitstag steht bevor. Der Weg führt in ein steriles Bürogebäude. Die Zeit zieht an, von allen Seiten. Im Moment befinde ich mich mit meinem Strickzeug noch auf einer kleinen Insel, auf der Bäume wachsen, inmitten eines Biotops aus Wiesen, Feldern und kleinen Wäldern, … Weiterlesen

6.2. Abschied von Metallköpfen

Ina Geißler - Kartierung der Innenwelt - Eule

Zwischen Blickachsen und inneren Karten 6.2. Abschied von Metallköpfen Ich steige die Treppen des Hochhauses hinauf, durchlaufe Jahre und Etagen meines Lebens, bis sich vor mir die weiße Ebene mit den geschlossenen Metalltüren öffnet. Statt weiter aufzusteigen, nehme ich einen klapprigen Fahrstuhl, der waagerecht wie eine Gondel durch eine fremde, bergige Landschaft gleitet. Am Ziel … Weiterlesen

6.1. Wanderung durch das Buchgerüst

Ina Geißler - Kartierung der Innenwelt - Eule

Zwischen Blickachsen und inneren Karten 6.1. Wanderung durch das Buchgerüst Ich stehe vor meinem Buch, das sich in eine begehbare Konstruktion verwandelt hat, nachdem es vom Lektorat des Verlags zurückgekehrt ist. Das metallene Baugerüst breitet sich ebenerdig frei auf einem leeren Platz aus. Innerhalb der labyrinthischen Anlage sind Sätze auf Schildern angebracht. Ein Gefühl von … Weiterlesen

5.4. Pflanzen-Make-up

Reden, malen, schweigen 5.4. Pflanzen-Make-up Der Tag beginnt mit sanftem Licht. Ich befinde mich in einem einsamen Haus in den Bergen und blicke von dort über ein weites Tal, über dem noch der Nebel liegt. In dieser abgelegenen Idylle bin ich in Gesellschaft eines fremden Mannes, dessen Berührungen und Annäherungen mich bald dazu veranlassen, diesem … Weiterlesen

5.3. Entgegenkommen ohne Begegnung

Reden, malen, schweigen 5.3. Entgegenkommen ohne Begegnung Ein Garten, die Sonne scheint, gemähte Wiese, irgendwo Büsche und ein einzelnes Haus, alles normal.
Ich stehe da, und ein Ball fliegt mir entgegen, und ich weiß nicht, ob ich ausweichen oder stehen bleiben soll. Dann ein flaches Gebäude am Hafen, gläserne Scheiben, dunkle Rahmen, ein Steg, der vom … Weiterlesen

5.2. Verschachteltes Omnibus-Haus

Ina Geißler - Kartierung der Innenwelt - Schnecke

Reden, malen, schweigen 5.2. Verschachteltes Omnibus-Haus Ich lebe in einem Haus aus ineinander verschachtelten Omnibussen, verwinkelt und gläsern, mit dem Gefühl einer ständigen Bedrohung durch Bauarbeiter, die versuchen, einzudringen. Der Zement, den ich immer wieder auftrage, hält sie ab, aber ich weiß, dass es nur eine Frage der Zeit ist. Wenn der Druck zu groß … Weiterlesen

5.1. Das »Berliner Tier«

Reden, malen, schweigen 5.1. Das »Berliner Tier« Elena ist stets elegant gekleidet und schwebt mit ihrer zierlichen Statur feenhaft durch die weiten Ausstellungshallen. Sie gab mir die Anweisung, ein »Berliner Tier« zu malen: ein Satz fällt wie ein Schlüssel in meine Hand.           Ihr Blick hält mich. Ihre Hand zeigt auf das Papier.           Jetzt folge ich ihrem Auftrag … Weiterlesen

4.4. Versandeter Platz am Innenraumstrand

Offene Koffer, dunkle Wälder 4.4. Versandeter Platz am Innenraumstrand Ich spüre Hitze im Bauch, mein Atem ist kurz. Mein Begleiter und ich befinden uns an einer Art Strand in einem Innenraum. Grelle Farben bestimmen die Atmosphäre über dem Meer. Scharfe Schatten und luftige Windzüge schneiden uns kühl. Alles wirkt abgeschirmt und künstlich. Füße, Handtücher, Stimmen … Weiterlesen

4.3. Schlüssel zum leeren Haus

Offene Koffer, dunkle Wälder 4.3. Schlüssel zum leeren Haus Die Sonne geht langsam am frühen Morgen auf nach einer Sommernacht, fremd im beinahe Zuhause. Auf unebener, steiniger Pflasterung gelange ich in einen Hof, vorbei an höchstens zweistöckigen Häusern, vorbei an einem leergeräumten Schaufenster einer Schmuckverkäuferin. Es wirkt so, als sei sie ans Meer verschwunden. Mein … Weiterlesen

4.2. Froschwanderung

Ina Geißler - Kartierung der Innenwelt - Falter

Offene Koffer, dunkle Wälder 4.2. Froschwanderung An einem frühen Sommerabend stehe ich auf dem sandigen Weg, der sich entlang des Sees schlängelt. Die Brücke, die aus dem dunklen Laubwald herausführt, liegt vor mir wie eine Grenze. Während ich hier warte, denke ich an sie, diejenige, die mir einmal ein Tor zeigte. Doch nach einem Streit … Weiterlesen