Gepäckträger

Ich fahre durch ein Rudel Wölfe, jemand sitzt hinter mir auf dem Gepäckträger und ich finde kaum Halt auf dem Sattel. Später kümmert sich mein Kind an meiner Stelle um meinen Künstlerausweis.

Ich bewege mich durch eine abendliche Landschaft, begleitet von jemandem, der den Weg nicht allein gehen kann, während sich vor mir ein Rudel Wölfe ausbreitet, durch das ich ohne Umweg muss. Ich steige aufs Fahrrad und biete dem Begleiter Platz, obwohl ich kaum Halt auf dem Sattel finde.

Dann muss ich mit einer Kindheitsfreundin abreisen, verliere Zeit beim Packen, ringe mit meinem schlechten Gewissen, weil ich so wenig Geld dabei habe, auf sie angewiesen bin, verzichte auf Restalkohol und kann mein Ticket nicht selbst bezahlen. Eine Nachmacherin nimmt meinen Platz ein. Ich spreche es aus.

Schließlich sitze ich in einer Besprechung, in der meine künstlerische Arbeit bewertet wird, während mein Kind für mich arbeitet und sich um meinen Künstlerausweis kümmert. Ich fühle mich angreifbar und zweifelnd, bleibe aber.