Riskante Freundschaft zum Wolf

Am Rand eines bröckelnden Felsens halte ich mich über dem Abgrund fest, ein Tier gleitet mir beinahe aus der Hand. Neben uns steht ein Wolf sicher auf dem Stein und atmet ruhig.

Ein sonniges Tal liegt vor mir. Grünes Gras wächst darauf, und zwei sandige Wege, kaum sichtbar, entlang eines Bahndamms. Gerade noch rechtzeitig wähle ich den richtigen Weg, der durch das Tal hinüberführt.

Ein Kollegin hat bereits den Zugang zur Bahn gefunden: ein Wink aus der Ferne.

Mitten im Tal – etwas lässt mich innehalten. Ein Wolf steht dort. Doch es ist zu spät. Die Flucht beginnt: Ich klettere hastig auf einen steilen Felsen am Abhang und der Wolf verfolgt mich.

Dann begleitet mich ein kurzhaariges Tier. Gemeinsam sind wir auf den Felsen geflohen. Meine Hände klammern sich an einen spitzen Steinrand über dem Abgrund. Ich halte meinen kurzhaarigen Begleiter fest, doch er droht zu entgleiten. Halt ist kaum, der Fels bröckelt.

Auch der Wolf hält sich neben uns fest, tritt sicherer als wir. Ich halte das glatte Fell des Tieres fest, mein Herz weitet sich. Der Wolf atmet ruhig. Er möchte uns auf eine weite Weide führen. Ich folge. Die Tiere gehen voran, der Abstieg ist steil.