Wölfe im Holzhaus

Im Holzhaus schlafen Wölfe neben mir, Fell und Atem dicht an der Haut. Die Nacht ist warm, aber die Ruhe ist nicht sicher.

Im Holzhaus. Warmes Licht auf Möbeln, Räume atmen Ruhe. Draußen rauscht der Wald in der Dunkelheit. Die Tür steht offen.
Wölfe liegen bei mir, zahm und voller Kraft. Nachts wache ich auf, wälze mich mit ihnen auf dem Boden. Fell an meiner Haut, Atem im Gesicht. Manchmal laufe ich mit ihnen hinaus auf die Wiese. Gras gibt weich nach. Ich spiele, halte sie in Bewegung, halte sie nah.

Erst später wird der Druck im Brustkorb spürbar, Unruhe breitet sich aus. Und doch bleibe ich bei ihnen. Meine Hände greifen in den struppigen Pelz, wollen nicht unbeobachtet in den dunklen Wald entlassen.

Ich bleibe im Holzhaus. Warm. Geschützt. Wölfe in meiner Nähe. Druck unter den Rippen. Noch klingt das Knurren friedlich im Raum.