Wölfe
„Meine Arbeit untersucht Räume des Dazwischen: Übergänge zwischen Zugehörigkeit und Eigenständigkeit, Nähe und Distanz, Sichtbarkeit und Entzug. Mich interessieren Situationen, in denen Orientierung unsicher wird und sich neu formiert – soziale, emotionale und innere Standorte, die nicht festliegen, sondern sich fortwährend verschieben.
Ausgangspunkt ist eine tägliche Traumpraxis. Seit vielen Jahren notiere ich meine Träume und entwickle daraus eine fortlaufende Kartierung innerer Erfahrungsräume. Den Traumtexten sind gemalte Tierporträts zugeordnet, die in 28 Begriffsfeldern organisiert sind. Die Tiere erscheinen als eigenständige Gegenüber und verdichten wiederkehrende Themen, Spannungen und Beziehungsmuster.
In dieser Serie stehen wiederkehrende Begegnungen mit Wölfen im Zentrum. Sie treten in den Träumen als Figuren der Schwelle auf: zwischen Wildheit und Zugehörigkeit, Nähe und Eigenständigkeit, Sichtbarkeit und Rückzug. Sie markieren Übergangszonen und verweisen auf die Frage, wie Verbindung möglich ist, ohne die eigene Form zu verlieren. Die zu den Arbeiten gehörenden Traumtexte sind auf dieser Website nachzulesen.
Die Serie „Kartierung der Innenwelt“ umfasst bereits über 1500 Papierarbeiten und Texte. Sie zeigt, wie sich Wahrnehmung formt und verschiebt. Eine Auswahl erschien Anfang 2025 als Buch im textem Verlag, Hamburg, und wird auf der Website fortlaufend weitergeführt.“
Ina Geißler














